Die Mutter der Selbstbeherrschung
Zu später Stunde sitze ich im Kreise der Lieben beim stark knoblauchhaltigen Abendessen. Es gibt italienische Teigwaren mit reichlich Rotwein. C. will mit uns die bevorstehende Einweihungsfeier für sein frisch renoviertes Loft hier im Hause planen. Er erzählt, daß seine Mutter bedauerlicherweise nicht an der Feier teilnehmen kann. Sehr betrübt sieht er dabei nicht aus. Ich wende ein, daß er sich damit möglicherweise um die einmalige Gelegenheit bringt, seine Frau Mama mal unter Alkoholeinfluss zu erleben. C. wiegelt ab: "Meine Mutter betrinkt sich nicht in meiner Anwesenheit".
Eine spontane Umfrage am Tisch ergibt, daß tatsächlich keiner der Anwesenden je den weiblichen Teil seiner Erzeuger in einer gesellschaftlich peinlichen Situation erlebt hat. Mein Lebensgefährte O. kommentiert dazu trocken: "Wenn Deine Mutter annähernd soviel trinken würde wie Du bräuchte sie ein Dauerabo bei Betty Ford."
Der Autor faßt sich an die eigene rotweingerötete Nase und gelobt halbherzig, bei passender Gelegenheit seinen Alkoholkonsum zu überdenken, schiebt aber angesichts des nahen Jahreswechsels alle guten Vorsätze noch ein wenig auf und greift erneut zum Glas.
War da nicht...
....die Mutter von H., die eines Nachmittags von Ihrem Sohn auf ihr Dauergrinsen angesprochen erwiderte, sie habe doch nur von Früchten aus dem Rumtopf genascht...
...die Mutter von A., die anläßliche einer Premierenfeier für eine 70er-Jahre-Revue den angebotenen SpaceCookies zugesprochen hatte und von den weniger abgehobenen Familienmitgliedern nach Hause geleitet werden musste...
Leider alles nicht selbst erlebt, deshalb zählt es an diesem Abend nicht. Schade.
Es bleibt der Eindruck, daß Mütter in aller Regel darüber erhaben zu sein scheinen, sich vor ihren Sprösslingen eine Blöße zu geben. Ist es also doch weise Vorsehung der Natur, die verhindert, daß der mütterliche Sockel ins Wanken gerät? Vielleicht sollten wir mal bei Freud nachschlagen?
La vie, c'est drole...
Euer Urs Garcon.
Eine spontane Umfrage am Tisch ergibt, daß tatsächlich keiner der Anwesenden je den weiblichen Teil seiner Erzeuger in einer gesellschaftlich peinlichen Situation erlebt hat. Mein Lebensgefährte O. kommentiert dazu trocken: "Wenn Deine Mutter annähernd soviel trinken würde wie Du bräuchte sie ein Dauerabo bei Betty Ford."
Der Autor faßt sich an die eigene rotweingerötete Nase und gelobt halbherzig, bei passender Gelegenheit seinen Alkoholkonsum zu überdenken, schiebt aber angesichts des nahen Jahreswechsels alle guten Vorsätze noch ein wenig auf und greift erneut zum Glas.
War da nicht...
....die Mutter von H., die eines Nachmittags von Ihrem Sohn auf ihr Dauergrinsen angesprochen erwiderte, sie habe doch nur von Früchten aus dem Rumtopf genascht...
...die Mutter von A., die anläßliche einer Premierenfeier für eine 70er-Jahre-Revue den angebotenen SpaceCookies zugesprochen hatte und von den weniger abgehobenen Familienmitgliedern nach Hause geleitet werden musste...
Leider alles nicht selbst erlebt, deshalb zählt es an diesem Abend nicht. Schade.
Es bleibt der Eindruck, daß Mütter in aller Regel darüber erhaben zu sein scheinen, sich vor ihren Sprösslingen eine Blöße zu geben. Ist es also doch weise Vorsehung der Natur, die verhindert, daß der mütterliche Sockel ins Wanken gerät? Vielleicht sollten wir mal bei Freud nachschlagen?
La vie, c'est drole...
Euer Urs Garcon.
Urs Garcon - 7. Dez, 22:37

Hurrah!
Das ist schon komisch, also meine Mutter hat da nie ein Problem gehabt, sich auch mal ein wenig daneben zu benehmen, auch in meiner Anwesenheit. Von irgendjemand muss ich das ja haben! :-)
aber lass uns mal bei gelegenheit zusammen mit deiner mutter was trinken gehen! kenn da 'nen tollen neuen club ;)