Zwiebelsuppenessen

Vergangenen Sonntag war es wieder soweit: Aus den entlegensten Ecken Deutschlands kommend finden sich vier alte Freunde in meinem süddeutschen Zuhause ein, um eine alte Tradition zu pflegen. Vor über 15 (!) Jahren legte meine Mutter - ohne es zu ahnen - den Grundstein dazu, als sie die Eltern der heutigen Teilnehmer samt Nachwuchs zum vorweihnachtlichen Essen einlud. Während die Erwachsenen sich im Esszimmer diversen Genüssen (vermutlich auch alkoholhaltigen Getränken...?) hingaben bekamen wir am separaten Kindertisch überbackene Zwiebelsuppe mit alkoholfreien Katlgetränken serviert. Als wenige Jahre später das bestandene Abitur und der damit verbundene Auszug aus dem Elternhaus uns in alle Winde verstreute, sah ich mich erstmalig gezwungen, mich mit einem Kochrezept samt gutgemeinten mütterlichen Ratschlägen in der neuen Küche auseinanderzusetzen. Weißwein - einer der Hauptbestandteile des Rezepts neben Zwiebeln und Wasser - war mir aus zahlreichen Selbstversuchen durchaus nicht unbekannt, daher glaubte ich mich durchaus in der Lage, das Experiment zu meistern. Erfreulicherweise kann ich berichten, daß sämtliche Beteiligen den ersten (und bisher auch sämtlicher nachfolgenden) Selbstversuch äußerlich unbeschadet überstanden haben. Auch wenn die Zusammensetzung der Zwiebelsuppe im Laufe der Jahre so manche Wandlung durchgemacht hat, ist doch eines unverändert geblieben: vier Menschen, die den Rest des Jahres als Angestellte in der Stadtverwaltung, als Pädagogin, Augenarzt oder Marketingfachmann verbringen, besinnen sich zur Vorweihnachtszeit auf ihre gemeinsame Vergangenheit und freuen sich auch heute noch auf ein paar gemeinsame Stunden, in denen neue Eindrücke und gemeinsame Erinnerungen ausgetauscht werden.

Wie ich erst kürzlich erfahren habe gibt es im weiteren Freundeskreis übrigens ähnliche Modelle, wie beispielsweise das Gemüsesuppenessen (auffälligerweise ist es Suppe, die auch hier verbindet) meines Freundes F., das ebenfalls seit Studentenzeiten jährlich am 2. Weihnachtsfeiertag wiederholt wird.

In diesem Sinne: Es ist noch Suppe da...

Euer Urs Garcon.
greenfish - 1. Jan, 22:33

Prosit Neujahr!

Das hat jetzt rein gar nichts mit deinem oben stehenden Beitrag zu tun: Aber ich wollte Dir nur schnell auf diesem Wege, der offenbar der SMS den Rang abgelaufen hat - zu Recht!!! ;-) - ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr mit vielen, vielen Berlinbesuchen wünschen!
Ganz liebe Grüße!
Al

greenfish (Gast) - 15. Jan, 21:04

Lieber Herr Exilberliner,
jetzt wird es aber auch mal Zeit, dass wir über etwas anderes lesen als über Zwiebelsuppe. Bitte, bitte, melden Sie sich doch mal wieder. Oder kommse einfach direkt nach Berlin. Is total dufte hier. Da kiekste, wa?

Anneliese Bödecker

Die Berliner sind unfreundlich und rücksichtslos, ruppig und rechthaberisch. Berlin ist abstoßend, laut, dreckig und grau, Baustellen und verstopfte Straßen wo man geht und steht - aber mir tun alle Menschen leid, die hier nicht leben können!

Kalauer des Monats

Ich bin innerlich ganz ausser mir! (Feucht u. Fröhlich e.V.)

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greenfish (Gast) - 15. Jan, 21:04
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greenfish - 1. Jan, 22:33
Zwiebelsuppenessen
Vergangenen Sonntag war es wieder soweit: Aus den entlegensten...
Urs Garcon - 15. Dez, 02:37
Ich sehe, Herr Garcon,...
Ich sehe, Herr Garcon, Sie qualifizieren sich immer...
Indica (Gast) - 14. Dez, 16:28
cliffhanger
nun bin ich aber doppelt gespannt auf die geschichten,...
fmü (Gast) - 14. Dez, 11:15

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Zuletzt aktualisiert: 15. Jan, 21:04

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